Echelon Station Misawa, Japan
Die weißen Kugeln sind die Icons, aber nur eine Komponente des Echelon-Systems. Sie werden Radome genannt und sind starre Schutzhüllen, die der Abschirmung, dem Wetter- und Sichtschutz dienen. Unter den Radomen befinden sich drehbare Kommunikations-Abfangantennen, die von ähnlichem Aussehen sind wie in den ersten beiden Abbildungen des Radome- und Antennenherstellers Ratech Industries. Oder unter die Radome werden wie in der letzten Abbildung Radarschüsseln installiert. In diesem Fall handelt es sich um zwei SBIRS Radarantennen, die im Rahmen des NMD auf der Echelon Station in Menwith Hill installiert wurden. Die beiden mittleren Abbildungen zeigen die Montage eines Radomes. Die Größe der Radome ist abhängig von der Größe der Antenne und dem Durchmesser der Schüssel.




Das Spionagesystem der NSA mit dem Namen Echelon ist in der Lage, riesige Mengen an E-Mails, Telefongespräche, Fax- und Telexübermittlungen weltweit in Realzeit zu scannen. Offiziell existiert Echelon nicht. Bei Nachfragen an die britische oder amerikanische Regierung und deren Geheimdienste bekommen Journalisten und Politiker stets die gleichlautende Antwort, dass die Existenz Echelons weder dementiert noch bestätigt wird. Der Rest ist Schweigen. Das trifft nicht nur auf Amerikaner und Briten zu, sondern auch auf europäische, bzw. deutsche Politiker und zu einem grossen Teil auf deutsche Geheimdienste. So findet sich im Verfassungsschutzbericht 2000 zur NSA und dem Echelonsystem im Kapitel Spionage und sonstige nachrichtendienstliche Aktivitäten kein einziges Wort, dagegen mehr zur GUS und den russischen Geheimdiensten FSB und FAPSI. Andererseits findet sich diese Grafik des Landesamtes für Verfassungschutz Baden-Württemberg in der Broschüre Wirtschaftsspionage - Die gewerbliche Wirtschaft im Visier fremder Nachrichtendienste vom Oktober 1998:
In der Broschüre wird dazu ausgeführt:
Die USA besitzen angesichts der Vielzahl persönlicher, geschäftlicher, politischer und militärischer Kontakte in die Bundesrepublik Deutschland geradezu ideale Ausgangsbedingungen für eine umfassende Deutschlandaufklärung. Diese Verbindungen sind vielfach so gut, dass sich der Informationstransfer in der Regel auf gesicherter vertraglicher Basis vollziehen wird (etwa bei deutsch-amerikanischen Beteiligungsgesellschaften) und überhaupt keiner begleitenden nachrichtendienstlichen Ausspähungsaktivitäten mehr bedarf. Gleichwohl haben zahlreiche amerikanische Geheimdienste über Jahrzehnte hinweg personell stark besetzte Stützpunkte - und entsprechend umfangreiche Informationsnetze - im Bundesgebiet aufgebaut. In diesem Zusammenhang ist vor allem der amerikanische Abhördienst „National Security Agency“ zu nennen, der mit über 100.000 Mitarbeitern im übrigen mehr als doppelt so stark ist wie der in der Öffentlichkeit weit aus bekanntere amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA (ca. 40.000 Mit arbeiter).
Aus Gründen politischer Rücksichtnahme, wegen des Vorhandenseins bester „natürlicher“ Informationskanäle sowie der Verfügbarkeit hochwertiger Abhörtechniken (bei der NSA) sind amerikanische Dienste in Deutschland eher selten auf von menschlichen Quellen gelieferte Erkenntnisse angewiesen. Die Hauptgefahr dürfte insofern von der NSA ausgehen, die nach amerikanischen Presseberichten bereits 1995 in Wirtschaftsspionageaktivitäten verwickelt gewesen sein soll. Seinerzeit sollen NSA-Abhörexperten anlässlich eines amerikanisch-japanischen Handelsstreits die japanische Verhandlungsdelegation ausspioniert und deren Strategieüberlegungen der amerikanischen Seite rechtzeitig zur Verfügung gestellt haben.
Ausweislich einer vom Europäischen Parlament in Auftrag gegebenen Studie unterhält die NSA aufgrund eines Abkommens aus dem Jahre 1948 (Ukusa-Vertrag) gemeinsam mit Partnerdiensten aus Grossbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland das weltumspannende Abhörsystem „Echelon“. Während die zu Zeiten des „Kalten Krieges“ betriebenen Vorläufer dieses Projekts ausschliesslich der Kontrolle militärischer Aktivitäten des früheren Ostblocks gedient hätten, werde „Echelon“ ganz gezielt auch zur Überwachung der multimedialen Kommunikation westeuropäischer Unternehmen eingesetzt. Weder zur Frage der blossen Existenz noch zum potentiellen Leistungsumfang von „Echelon“ existieren offizielle Aussagen der mutmasslichen Betreiber; ebensowenig gibt es allerdings gesicherte Erkenntnisse darüber, ob Überwachungsmassnahmen in dem Umfang - wie sie dem „Echelon“-System nachgesagt werden - technisch überhaupt möglich sind.
Nach Auskunft eines früheren Direktors der NSA verarbeitete das System schon 1992 zwei Millionen Nachrichten pro Stunde und der frühere NSA Agent Wayne Madsen bestätigte, dass die NSA schon 1985 die 100% Abhörbarkeit jeder Kommunikation zu ihrem Hauptziel erklärte. Laut Aussage des Journalisten Duncan Campbell, der auch bei den STOA Berichten mitgearbeitet hat, wurde vergangenes Jahr ein neues Speichersystem mit dem Codenamen SOMBRERO VI für das Echelonsystem in Betrieb genommen, das 1 Petabyte (1 Mio. Gigabyte) an Daten vorhalten kann. Und zur Zeit implementiert die NSA ein Petaplex-System, das 20x soviel Daten speichern kann, um Daten aus dem Internet für 90 Tage zwischenzuspeichern (How the plotters slipped US net).
Die hier gesammelten Indizien und Beweise werden vermutlich nicht vollständig sein, zeigen aber auf, dass entgegen der Äusserungen zur Desinformation und Bagatellisierung seitens der weiter oben genannten Personenkreise die Existenz Echelons mindestens seit 1999 bekannt gewesen sein dürfte.
Das CIA Hauptquartier in Washington. Die CIA tritt zu Echelon wenig in Erscheinung, dürfte aber aufgrund ihres Auslandsauftrages eng mit der NSA zusammenarbeiten. Zudem ist der CIA Direktor auch der Direktor von Central Intelligence (DCI), der Führung der gesamten U. S. Intelligence Community (IC). Foto: Jeff & Kelly Teitel.
You were one of the architects for Echelon II. When did you work on that program for the NSA?
When I was at CSSI. We worked for the NSA most of the time that CSSI existed. Mainly from 1987 until four years ago. At that time, my company was bought out by a company known as the Computer Science Corporation. Although CSSI was involved in many large-scale projects for the NSA, Echelon was probably the biggest.
Is Echelon II some sort of superstructure to Echelon?
Yes. Echelon has existed for a long time, as you know, and they needed to update the system. The European Parliament is airing the possibility that the EU should make its own Echelon system? Well, there are three possible options. They can openly join Echelon and demand more control, they can make their own system or they can refrain from having one. But in my opinion, pretending it doesn't exist just isn't an option. Especially not after September eleventh.
Were you ever involved in the first Echelon system?
Only at the end of it. It was already operational when I entered the picture.
So you are the person who can document that you have made Echelon II?
Yes, that's for sure. I can even do so without revealing any secrets. Echelon II is the successor, so to speak, of the original Echelon system.
Can you tell us whether it is used to monitor all types of communication?
No system of such enormous magnitude would only be used for a single purpose. They use it for everything they can, if they feel it's necessary. Whenever they need to exploit its potential, they do it.
Your offices resemble a command post at the NSA's Fort Meade headquarters?
Yes, exactly. Our staff are also former intelligent agents who have either developed or run espionage operations for US intelligence agencies or people from the UK, South Africa and Russia.
How does the NSA feel about the fact you're applying the same technology in the private sector?
A lot of the technology developed at the NSA will sooner or later find its way into civilian life. Things like word spotting, automatic translation, language recognition and so on. But since we don't try to hide our work and primarily use open sources, the NSA doesn't complain.

Das „UFO“ Hauptquartier der Government Communications Headquarters (GCHQ) in Cheltenham, Gloucestershire. Einer der britischen Geheimdienste, die Hauptbetreiber des Echelon Netzes sind. Foto: BBC: In pictures: GCHQ's new HQ.
To: [Recipients withheld]
From: FRANK KOZA [???] Chief of Staff (Regional Targets)
CIV/NSA
Sent on Jan 31 2003 0:16
Subject: Reflections of Iraq Debate/Votes at UN-RT Actions + Potential for Related Contributions
Importance: HIGH
Top SecretCOMINTXI
All,
As you've likely heard by now, the Agency is mounting a surge particularly directed at the UN Security Council (UNSC) members (minus US and GBR of course) for insights as to how to membership is reacting to the on-going debate RE: Iraq, plans to vote on any related resolutions, what related policies/ negotiating positions they may be considering, alliances/ dependencies, etc - the whole gamut of information that could give US policymakers an edge in obtaining results favorable to US goals or to head off surprises. In RT, that means a QRC surge effort to revive/ create efforts against UNSC members Angola, Cameroon, Chile, Bulgaria and Guinea, as well as extra focus on Pakistan UN matters.
We've also asked ALL RT topi's to emphasize and make sure they pay attention to existing non-UNSC member UN-related and domestic comms for anything useful related to the UNSC deliberations/ debates/ votes. We have a lot of special UN-related diplomatic coverage (various UN delegations) from countries not sitting on the UNSC right now that could contribute related perspectives/ insights/ whatever. We recognize that we can't afford to ignore this possible source.
We'd appreciate your support in getting the word to your analysts who might have similar, more in-direct access to valuable information from accesses in your product lines. I suspect that you'll be hearing more along these lines in formal channels - especially as this effort will probably peak (at least for this specific focus) in the middle of next week, following the SecState's presentation to the UNSC.
Thanks for your help
Akronyme: CIV: Civilian/Civil Division, QRC: Quick Reaction/Response Capability, COMINT: Communications Intelligence. Siehe auch: Revealed: US dirty tricks to win vote on Iraq war